Kommunikation

Der Begründer der Ohrakupunktur, der französische Arzt und Physiker Dr. Paul Nogier, fand Anfang des 20. Jahrhunderts heraus, dass bestimmte Punkte am Ohr Einfluss haben auf körperliche Beschwerden. Dieser Entdeckung ging er weiter nach und betrieb viel Forschung. Daher wissen wir heute genau, welche Punkte am Ohr mit welcher Zone bzw. mit welchem Organ im Körper kommunizieren. Liegen in einem bestimmten Bereich Störungen vor, so können diese mit der Ohrakupunktur wieder behoben werden.

Gehirn und Körper tauschen sich aus:
Laut Nogier bildet sich der gesamte menschliche Körper als Reflexzone auf dem Ohr ab und ist über Hirnnerven mit dem Gehirn verbunden. Setzt man nun durch die Nadel bei der Ohrakupunktur einen Reiz, so kommt es über die Schaltstelle (Formatio reticularis) zu einer Weiterleitung zwischen Gehirn und den entsprechenden Körperorganen. Diese Reizübertragung funktioniert recht schnell und zeigt daher auch rasch eine Wirkung.

Anwendungsgebiete:
Da der gesamte menschliche Organismus auf dem Ohr abgebildet wird, kann die Ohrakupunktur auch bei allen erdenklichen Erkrankungen angewandt werden. Laut Dr. Paul Nogier wirkt die Ohrakupunktur unter anderem entzündungshemmend, schmerzlindernd, ausgleichend und beruhigend, durchblutungsfördernd und stoffwechselanregend.

Der Ablauf:
Als erstes erfolgt eine ausführliche Anamnese. Im Anschluss darf es sich der Patient auf der Liege bequem machen. Mit einem Punktestift werden nun die druckempfindlichen Punkte und Zonen im Ohr lokalisiert und dann mit speziellen Ohrakupunkturnadeln versehen.
Wenn alle Nadeln an der richtigen Stelle sitzen, darf der Patient noch mindestens 20 Minuten entspannen, während sich die Wirkung vollends entfaltet.